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Die polnischen Migranten und der Brexit Drucken E-Mail
  Aktuell leben  nach Angaben der britischen Statistikbehörde zirka eine Million polnischer Staatsbürger im Vereinigten Königreich. Sie gelten als tüchtig, kreativ und effektiv und haben Nischen besetzt, indem sie Arbeiten aufnahmen, die die Briten nicht wollten, insbesondere in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie oder in der Landwirtschaft oder aber indem sie eigene Firmen gründeten, vor allem im Bau- und Transportgewerbe. Doch mit der bereits im Jahr 2008 beginnenden  Krise setzte ein Wandel in der britischen Wahrnehmung ein, der sich negativ verstärkte und  2016 auch das Brexit-Referendum beeinflußte.

Die Krisenstimmung ließ Neid  aufkommen, Populisten fanden Zuspruch, viele der Fremden, die Migranten, seien Rassisten, gemeint vor allem Sinti und Roma, aber auch die Polen kämen aus Osteuropa. Strengere Aufenthaltsgenehmigungen kämen mit dem Brexit. Dennoch sind den Rückkehrappellen  Polens bisher nur rund 100.000 Landsleute gefolgt.

Ministerpräsident Morawiecki erhob am 19. November in seiner Rede vor dem Sejm schwere Vorwüfe gegen die westeuropäischen Länder:

Das pro-Kopf-Einkommen in Polen sei infolge der Migration um mindestens fünf Prozent niedrieger.

 "Das ist ein großer Tribut, den  Polen den reichen Ländern des Westens gezahlt hat. Ein solcher Tribut der Armen an die Reichen ist nicht normal. Ein Staat mit hohen Standards muss dies beenden“, sagte er unter großem Beifall.

Die Situation in Großbritannien ist Thema  dieser Polen-Analyse

Quelle: DPI/ds/04.12.2019
 
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