Home arrow Wirtschaft arrow Deutschland öffnet sich für ukrainische Arbeitsmigranten in Polen
Deutschland öffnet sich für ukrainische Arbeitsmigranten in Polen Drucken E-Mail
Rund drei Millionen Polen arbeiten in den westlichen Ländern der EU, davon 2.5 Millionen in Großbritannien und Deutschland. Sie fehlen inzwischen dringend der seit Jahren boomenden Wirtschaft in Polen, die den Notstand mit rund zwei Millionen ukrainischen  Arbeitsmigraten mehr recht als schlecht ausgleicht; eine Million arbeitet Visa-genehmigt, die andere Million „schwarz“. Deutschland braucht noch mehr Arbeitsmigranten und hat deshalb mit Wirkung vom 1. Januar 2020 die VISA-und Arbeitsauflagen von behördlichem Gesetzeskram entschlackt.


Die Folge für Polen könnte sein, dass  sich bis zu 25 Prozent der ukrainischen Arbeitsmigranten nach Deutschland aufmachen, schätzte die Polnische Nationalbank im Frühjahr. November-Umfragen anderer Institute indes melden, das sich bis zu 75 Prozent der befragen ukrainischen Arbeitsmigranten in Polen  nach Deutschland orientieren wollen. Grund: etwa dreifach höhere Verdienstaussicht.

Eigentlich könnte Polens Regierung gelassen darauf setzen, dass die Ukrainer mit der  Arbeitserlaubnis in Deutschland an der Vorgabe scheitern, sprachlich verständlich  auf Deutsch kommunizieren zu können.  Doch seit die PiS-Regierung am Geschichtsbild eines heldenhaften Polens strickt, werden ukrainische Gräueltaten an Polen ausgegraben. 2017 sagten die ukrainischen Arbeitsmigranten, sich wohl zu fühlen in Polen, aktuellen Umfragen zufolge sind es nur noch 72 Prozent.

Deutschland indes leuchted mit der Offerte eines geseztlichen Mindestlohns von 12 Euro/Stunde, etwa das Dreifache, was den Ukrainern in Polen zusteht. Aber oft selten zur vollen Auszahlung kommt. wie ukrainische Medien kritisieren.


Quellen: Rzeczpospolita/Polskie Radio/ds/12.12.2019
 
< Zurück   Weiter >
(C) 2020 www.polentoday.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.