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Der 8. Februar 1945 in der F.A.Z.-Chronik. Drucken E-Mail
  Die letzten Kriegswochen: Polnische Exilregierung löst „Heimatarmee“ auf.

Die polnische Exilregierung in London erklärt die „Heimatarmee“ (AK) für aufgelöst und preist aus diesem Anlass deren Heldenmut. Damit endet – zumindest offizhiell – ein zentrales Kapitel des Krieges in Polen. Die AK war die wichtigste Trägerin des bewaffneten Widerstandes gegen die Besatzer. Teile der Truppe setzen aber nach Kriegsende ihren Kampf – diesmal gegen die kommunistischen Machthaber – fort. Die Feindschaft zwischen AK und Kommunisten geht vor allem auf die Zeit des Warschauer Aufstandes zurück. Ab 1. August 1944 hatten AK-Einheiten versucht, die Hauptstadt aus eigener Kraft zu befreien.

Sowjetische Truppen, die ihre eigenen polnischen Einheiten im Schlepptau hatten, waren zu diesem Zeitpunkt bis an die Weichsel, also in Schlagdistanz zu Warschau, vorgerückt. Sie rührten aber keinen Finger zur Unterstützung der Aufständischen und ließen Hitlers Truppen den Aufstand in Ruhe niederschlagen. Am Ende lag Warschau in Trümmern. Der Konflikt zwischen kommunistischen und nicht-kommunistischen Polen spaltete auch die Anti-Hitler-Koalition. Und seine Nachwirkungen sind auch im Polen von heute noch zu spüren.

Quelle: F.A.Z.-Chronik von Peter Sturm/Foto:wikimedia commons/ds/08.02.2020
 
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