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Amazon: Chef-Philanthrop der Welt zahlt freiwillig Corona-Bonus Drucken E-Mail
  Amazon-Gründer Jeff Bezos ist selbst nach Scheidung  der einzige „Centimiliardär“ der Welt. Keiner ist mächtiger und einflußreicher als der Online-Händler. Kritiker werfen ihm vor, Steuerschlupflöcher zu kreieren und sich als Lohndrücker und Arbeitsschinder dumm und dämlich zu verdienen. In den USA wird er deshalb als „Centimilliardär“, und wer so reich ist, als Philantrop verehrt, so er Brosamen zurück gibt. Jetzt sorgt ihn die Corona-Pandemie. Weil dem konkurierenden  stationären Handel durch verordnete Schließung der Umsatz ausgeht, werde Amazon weltweil kurzfristig rund 100.000 Arbeistkräfte zusätzlich einstellen. So wird es in Anzeigen mitgeteilt und Bewerbern ein Lohnaufschlag von rund zwei US-Dollar/Stunde angeboten – so lange das Coronavirus (geschäftlich) pandemiert. Auch Stützpunkte in Osteuropa, Polen, werden berücksichtigt, heißt es im Anzeigentext, mehr aber nicht.

Deutschland ist in Europa Amazons größter Käufer. Um Betriebskosten einzusparen, wurden seit 2015 in Polen drei  Logistik-und Auslieferungslager eingericht, das größte in Gleiwitz mit rund 1.00 Arbeitsplätzen.

Rund 50 Prozent der Auslieferung geht nach Deutschland. 3.900 Roboter sind allein in Gleiwitz eingesetzt für die Zusammenstellung von Bestellungen und  Versand. Ihr Kostenfaktor ist um 30 Prozent geringer.

Polens Gewerkschaften sind zahnlos, auf Proteste bringt Amazon die Ukraine ins Spiel.

Für Philanthrop Jeff Bezos ist alles in Ordnung in der Welt.

Quellen: New York Times/Presseportal Canada/ds/15.05.2020
 
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