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Papst stellt Bischof der Diözese Kalisz in Quarantäne Drucken E-Mail
Faktisch ist Bischof Edward Janiak (Foto) noch im Amt, obwohl er beim Papst endgültig in Ungnade gefallen zu sein scheint, nachdem die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" über seine Einlieferung in die Krankenhaus-Notaufnahme berichtet hatte. Sturzbetrunken sei der kirchliche Würdenträger  gewesen. Seit Langem kämpft der 67-Jährige  für  Absolution vom Vorwurf, sexuellen Kindermißbrauch in seiner Diözese nicht sanktioniert zu haben. Im Vatikam türmt sich Aktenmaterial im bekannten Abarbeitsmodus, doch in einer neuen Filmdokumentation kommt der Bischof wieder nicht gut weg.


Die Nachricht vom Alkoholpegel schlug wohl selbst beim Papst extrem ernüchternd sein. Nur drei  Tage brauchte er, um Erzbischof Grzegorz Rys von der Diözese Lodz  nach Kalizs zu ordern, um seinen seinen Glaubensbruder zu entmündigen.

Bischof Janiak war erstmals im Zusammenhang  einer Filmdokumentation über Kindesmißmißbrauch von Priestern seiner Diözese auffällig geworden. Sie sorgte für Erschütterung in Polen, und Bischof Janiak versprach lückenlose juristische Aufklärung.

In der zweiten, jetzt im Mai ausgestrahlten Filmdokumention, wurde nachgehakt und dem Bischof eine Taktik der Missbrauchsvertuschung zum Vorwurf gemacht. Über sieben Millionen Mal wurde die Enthüllungsdoku auf  Youtube geklickt, darin auch mitgeteilt, wie viele Missbrauchfälle erst  juristisch aufgeklärt worden sind.

Ergebnis: Allein zwischen 1990 und 2018 wurden insgesamt 382 Geistliche der sexuellen Gewalt an 625 Opfern für schuldig.erklärt.

Bei alkoholisierten Bischöfen kommt heute straferschwerend obendaruf, was bei den spanischen Borgias und italienischen Medici-Päpsten einst gang und gäbe war: Wollust und Völlerei mit allen in allen Lagen.

So ändern sich die Zeiten.

Quellen: Kathpress/vaticannws/ Gazeta Wyborca/Foto: de.wikipedia.org/ds/26.06.2020
 
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