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Corona-Virus doch nicht im Griff ? Drucken E-Mail
  Polen wähnte sich sicher, der Virus-Epedimie mit einem frühzeitigen Lockdown rechtzeitig von der Schippe gesprungen zu sein. Die täglichen Infektionszahlen lagen monatelang niedriger als in den benachbarten Ländern. Polen zeige sich wiedr mal krisenfest, schwärmte das deutsche  FOCUS-Magazin. Die globale Finanzkrise habe es für sich ausgesperrt, EU-Turbulenzen umgangen und vor der Flüchtlingswelle 2015 die Schotten dichgemacht. Derweil habe es Wachstumssprünge  wie kein anderes Land in Europa hingelegt – und zeige nun auch dem Coronavirus die kalte Schulter.

Am 4. März wurde der erste Corona-Fall gemeldet, und monatelang blieben die Fallzahhlen EU-vergleichsweise erstaunlch niedrig. Das lobte  auch noch im Septemder die ECDC, eine EU-Agentur mit dem Auftrag, übertragbare Krankheiten zu verhüten.

Doch plötzlich schlägt seit drei Tagen die Pandemie zu.

Am Sonntag  wurden 1.934 Corona-Fälle gemeldet,  Monatg 2.006, Dienstag 2.292 und am Mittwoch 2.367. Das entspricht den Zahlen in Deutschland mit über doppelter Bevölkerung.

Laxer Umgang mit strengen  Auflagen wie Abstandsregeln und Maskenpflicht  sei Ursache der explodierenden  Infektionszahlen, erklärt Polens Gesundheitsminister.

Im Mai hatte er für den Herbst im Extremfall täglich maximal 1.000 Infektionsfälle für  vorstellbar gehalten. Angekündigt sind nun wieder schärfere Kontrollen.

Die aktuell tägliche Explosion kann ein Ausrutscher sein, und so verweist der Gesundheitsminister auf die ECDC-Daten, die Polens Bilanz international vergleichsweise gut aussehen läßt.

In der vergangenen 14 Tagen ergab die Todesrate per 100.000 Personen in Polen 45 Fälle, in der Tschechien Republk 283, in der Ukraine 97, in Slowakien 90 - und in Deutschland 32.

Schlimmer sah es in Spanien (295), Frankreich (241) und Israel (925) aus.

Quellen:ECDC/RKI/APA/Agenturen/ds/07.10.2020
 
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