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Coronahilfen: Polen verärgert über vollmundige Versprechen Drucken E-Mail
Polen ist vergleichsweise glimplich durch die Epedemie  gekommen, versichert  Ministerpräsident Mateusz Marowiecki mantrahaft in täglichen Erklärungen. Die Wirtschaft sei stabil gerüstet und werde schon in diesem Jahr, spätestens 2022, die Rekordzahlen von 2019 übertreffen. Großzügige Ausfallzahlungen für Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler stehen bereit, insgesamt seien rund 250  Millionen Euro dafür veranlagt. Doch die Stimmung im Land zeigt  keine Wirkung auf die verbale Gutstimmung-Pille der Regierung. Im Gegenteil finden Warnungen von Wirtschaftsexperten immer mehr Gehör,das die Regierung in stürmischen Seegang rudert.

Sie prognostiziert eine Pleitewelle, weil die Ausfallzahlungen nicht ausreichen oder überhaupt nicht zur Auszahlung kommen.

Zehntausende Antragsteller sind mit ihren Gesuchen am bürokratischen Formular-Wirrwar gescheitert.

Es droht eine Lawine anwaltlicher Klagen mit einem Urteil, dem eine Entschädigungsklage für die bereits erfolgte Pleite folgt. Dann könnte es besonders teuer für die Regierung werden - und Expertenmeinung zufolge zu einer Belastung für den Staatshaushalt kommen, der nur schwerlich zu stemmen wäre
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Dieses mögliche Szenarium hat sich bereits  in Deutschland angezeigt. Auch hier kam die Bürokratie mit den angekündigten  Ausfallzahlungen nicht zurecht-und muß nun zusätzliche Entschädigungsklagen abarbeiten.

Daraus wurden Lehren gezogen: Seit Januar veröffentlicht die Regierung auf ihrer Website klare Angaben, wem welche Ausfallzahlungen zustehen.

                                                    

Quellen:PAP/bwmi/ds/23.02.2021
 
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