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Britischer Discounter Tesco ist seine Sorgen in Polen los Drucken E-Mail
  2020 soll es auf der TESCO-Auktionärsversammlung in London laut zugegangen sein, die Pleite in Polen müsse endlich beendet werden. Doch erst als auch der größte Tesco-Aktionär, der US-amerikanische Finanzkonzern Black Rock mit 6,64 Prozent Aktienbesitz, den jahrelangen Durchhalteparolen des Vorstands keinen Glauben mehr schenkte, wurde mit der Suche  nach einem Käufer begonnen. Zunächst gab es reihenweise Absagen der großen Wettbewerber im polnischen Markt, französische und vor allem deutsche Konkurrenten zeigten nur Interesse an Rosinen-Käufen bis 2021 – bis endlich die  dänische Salling Group am inzwischen gefledderten Filialennetz  Interesse zeigte. Die EU-Kommission stimmte dem Deal zu und überließ das finale Vertragsprocedere der polnischen Wettbewerbsaufsicht UOKiK.

Die dänische Salling Group operiert als Discounter-Kette mit rund 1.500 Filialen in Europa, darunter 386 Filialen in Polen, zusammen etwa 1.100 Filialen  in Dänemark und Deutschland und kooperiert in Großbritannien mit der Discounter-Kette Sainsbury.

In Deutschland sorgt der Makenname NETTO für Verwirrung, denn rund 1.000 Netto-Filialen gehören zur Edeka-Gruppe als Billiganbieter gegen Aldi und Lidl.

In Polen übernimmt die Salling Group 301 der 320 Tesco-Märkte sowie 23 Tankstellen.Mit den bereits vorhandenen Märkten in Polen zeigt sie auf einen Schlag deutlich höhere Präsenz als Aldi und Lidl, nur die portugiesische Biedronka-Kette ist mit weit über 2.000 Märkten und Läden uneinholbar.

Die Kaufsumme gilt als Schnäppchenpreis mit rund 182 Millionen Euro.
Zum Schnäppchenpreis von 165 Mio. GBP, rund 182 Mio. Euro
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Über Tescos Anspruch und Untergang in Polen hier mehr


Quellen:Tesco/Salling Group/PAP/wikipedia/ds/13.03.2021
 
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