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  Polens Ex-Außenminister Witold Waszczykowski sieht Schwierigkeiten, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland zu unterbrechen. Solche Töne sind bekannt, hindern aber Berlin nicht zu erklären, das Russland seit Jahzehnten ein vertragstreuer Partner ist. Auch an der Vollendung der umstrittenen Gaspipeline Nordstream 2 halte man fest, ein Milliardenprojekt, gegen das Polen seit Baubeginn Sturm läuft und die USA drängt, gegen beteiligte Unternehmen aus mehreren westeuropäischen Ländern Sanktionen auszusprechen. Es sei offensichtlich ein Problem für Polen, wenn russisches Gas für Europa nicht durch eine Pipeline fließt, die in Polen liegt, ärgerte sich Berlins Ex-Wirtschafts-und Außenminister Sigmar Gabriel.

Doch Waszczykowski stören grundsätzlich tiefer liegende Probleme der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen für Polen. Im Boulevard-Blatt Dzienik erteilte der Historiker und heutige EU-Parlamentarier der deutschen Diplomatie eine Lektion über die seiner Meinung nach gefährliche Zusammenarbeit mit Russland. Putins Russland stehe für eine imperiale und kriminelle Politik, verbunden mit Korruption.

 

Berlin habe keine Staatsmänner, sondern nur Geschäftemacher. Seit zwei oder drei Jahrhunderten werde Russland so wahrgenommen.

 

Es gebe in Berlin kein Defizit an Einfluss auf Russland, sondern nur ein Defizit an Willen und Entschlossenheit, wie man Russland dazu zwingen könne, seine imperiale und kriminelle Pollitik aufzugeben und die Gebiete, die es eingenommen habe, zurückzugeben.

 

Dass Deutschland erwägt, den russischen Impfstoff Sputnik V zu ordern, ist für Waszczykowski nicht nachvollziehbar.

Geschäftemacher eben.

Quellen: Dzienik/PAP/ds/27.04.2021

Quellen:Dzienik/PAP/ds/27.04.2021
 
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