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Polen verdrängt China Drucken E-Mail

Osteuropa gewinnt als Absatzmarkt deutscher Produkte zunehmend an Bedeutung. Spitzenreiter mit großem Abstand ist Polen,  das im vergangenen Jahr in die Top-Ten der deutschen Exportmärkte aufrückte und damit China auf Platz elf verdrängte, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Die deutschen Exporte nach Polen legten um fast 17 Prozent zu. Mit einem Wert von 21,9 Mrd. Euro lagen die Ausfuhren dorthin aber noch weit hinter den wichtigsten Handelspartnern: Auf Platz eins lag weiter Frankreich mit fast 80 Mrd. Euro und einem Anteil an den deutschen Ausfuhren von gut zehn Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgten unverändert die USA mit gut 69 Mrd. Euro und Großbritannien mit knapp 62 Mrd. Euro.

Unter den ersten 15 Ländern der deutschen Exportrangliste lagen mit Tschechien auf Platz zwölf, Russland auf Platz 13 und Ungarn auf Platz 15 noch drei weitere osteuropäische Länder. Dabei wuchs der Export nach Russland um 15,3 Prozent, das Land rückte einen Platz nach vorne. Überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichnete Deutschland aber auch im Handel mit Schweden, Spanien und Belgien. Insgesamt erhöhten sich die deutschen Ausfuhren 2005 um 7,5 Prozent auf den Rekordwert von 786,2 Mrd. Euro. Auf die ersten 15 Länder der Rangliste entfielen dabei fast drei Viertel aller Ausfuhren.

Während die Exporte nach China kaum zulegten, gewann das ostasiatische Land als Lieferant weiter an Bedeutung: Die deutschen Importe aus China wuchsen 2005 um 21,6 Prozent auf fast 40 Mrd. Euro; China rückte von Platz sechs auf Platz vier in der Rangliste der Herkunftsländer deutscher Einfuhren. Auf Platz eins lag auch hier Frankreich, von wo Deutschland Waren im Wert von 54,6 Mrd. Euro bezog, vor den Niederlanden mit 53,4 Mrd. Euro und den USA mit 41,3 Mrd. Euro.

ds/12.7.2006


 
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