Home Land & Leute Polnische Ostersitten: Erst feierlich, dann feucht-fröhlich.
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Polnische Ostersitten: Erst feierlich, dann feucht-fröhlich. |
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Der Ostersonntag beginnt in Polen traditionell mit der Auferstehungsmesse. Danach folgt das Osterfrühstück als Hauptmahlzeit an diesem Tag. Auf den Tisch kommen die Speisen aus dem geweihten Korb und vieles mehr: Brot, bunte Ostereier, typische polnische Weißwurst mit Ćwikła (Rote Beete mit Meerrettich vermischt), Schinken, Aufschnitt, Pasteten, Gemüsesalat und als Dessert Baby (Hefekuchen), Pascha (eine Art Käsekuchen), Mohnkuchen und der typische Osterkuchen in Polen – Mazurek. Danach ist „Smigus-Dyngus“ angesagt.
Wasserpistolen werden gefüllt oder volle Eimer auf die Straße getragen. Wer Ostersonntag den Regenschirm vergessen hat, kann pudelnaß werden. An diesem Tag ist das erlaubt. Auch Polizisten dürfen sich nicht beschweren, wenn sie nicht trocken sind.
In Deutschland gab es mal ein Versprechen, an Ostern Wasser in Wein zu verwandeln. Und das ausgerechnet in der Hildesheimer Gegend, wo keine Rebe wächst. Das fließende Wasser eines Bachs würde Ostersonntag wie Wein schmecken, versprach der örtliche Geistliche. Die Gläubigen legten sich bäuchlings neben den Bach und hielten ihre Zunge ins Wasser. Danach mußte der Geistliche das Weite suchen. Der angekündigte Brauch starb aus.
ds/04.04.2010
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