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Immer mehr polnische Ärzte gehen ins Ausland.

Offiziell wird die Mobilität von Arbeitnehmern in der Europäischen Union (EU) groß geschrieben. Die Länder, denen junge und qualifizierte Erwerbstätige - wie zum Beispiel Ärzte - den Rücken kehren, sind indessen nicht glücklich über die Abwanderung der heimischen Arbeitskräfte ins europäische Ausland.

Die polnische Regierung weist zum Beispiel darauf hin, daß überwiegend hochqualifizierte Erwerbstätige das Land verlassen, darunter viele Mediziner. Das ergab eine Umfrage des europäischen Online-Dienstes euractiv in den mittel- und osteuropäischen Ländern. Ein Kernergebnis: Im polnischen Gesundheitswesen herrscht bereits jetzt ein Mangel an Arbeitskräften.

Die Regierung in Warschau unternimmt daher nach eigenen Angaben auch keine Anstrengungen, die Mobilität der Arbeitnehmer zu unterstützen. Stattdessen bemüht sie sich durch Senkung von Steuern und Lohnnebenkosten darum, die Abwanderung zu stoppen.

Deutschland ist dennoch eines der beliebtesten Zielländer für ausländische Arbeitnehmer und Selbständige aus dem Gesundheitswesen. So ist die Zahl der aus dem Ausland stammenden berufstätigen Ärzte nach Angaben der Bundesärztekammer im vergangenen Jahr erneut gestiegen und zwar auf insgesamt 18 582. Der größte Zustrom kam aus Österreich (+ 139), Griechenland (+92), Polen (+ 85) sowie der Ukraine (+ 62). Nach wie vor zieht es die meisten ausländischen Kollegen in den Krankenhausdienst.

Äerzte Zeitung/04.09.2006

 
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