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Polnische Künstlerin geweiht mit Documenta-Auszeichnuung Drucken E-Mail

Die polnische Künstlerin Goshka Macuga  ist vom Kasseler Kuratorium der Arnold-Bode-Stiftung mit dem Arnold-Bode-Preis gewürdigt worden. Arnold Bode war der Initiator der „documenta“, eine der weltweit bedeutendsten Kunstausstellungen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben. In der Laudatio heißt es, dass die Arbeiten der Künstlerin  „nicht nur wissenschaftlich gut recherchiert, sondern auch visuell kongenial umgesetzt“ sind.
Und weiter: „In zahlreichen internationalen Ausstellungen in renommierten Ausstellungshäusern stellt sie die Wechselwirkungen zwischen Kunstwerk, Raum, Zeit und Gesellschaft dar. Dabei bedient sie sich ganz unterschiedlicher künstlerischer Medien wie Skulpturen, Installationen, Ausstellungsdesign oder Photografie und verbindet sie mit verschiedenen Disziplinen wie dem Kunstherstellen, Kuratieren, der Kunstgeschichte, Ethnologie, Psychologie oder Esoterik“. Die Auszeichnung wird am 25.Oktober in Kassel vergeben.

Goshka Macuga, 1967 geboren, begann ihr Kunststudium in Warschau, emigrierte nach London und studierte dort an der renommierten “Saint Martins School of Atr”. 2008 war sie eine der vier Nominierten für den Turner-Preis, der höchsten britischen Auszeichnung. Internationales Renommee verschaftte ihr die britische Saatschi Gallery. Die Gebrüder Saatschi  hatten  in den 1970ern mit spektakulären Werbekampagnen für Furore gesorgt, waren die Abräumer internationaler Auszeichnungen, verkauften in den 1980ern ihre Agentur – und stiegen in den Kunstmarkt ein. Von Saatschi anerkannt zu werden, kommt  einer Heiligsprechung gleich.

ds/17.08.2011
 
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