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Beschluss zum Deutsch-Polnischen Geschichtsbuch Drucken E-Mail

Mitteilung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Grundlage zur Völkerverständigung für künftige Schülergenerationen beider Länder

Die Kultusministerkonferenz misst dem deutsch-polnischen Vorhaben "Schulbuch Geschichte" einen hohen politischen Stellenwert für die bilateralen Beziehungen bei. Sie sorgt mit ihrem Beschluss für die notwendige finanzielle Grundlage des geplanten Lehrwerkes und spricht sich vor allem mit Blick auf die besondere Bedeutung für künftige Schülergenerationen beider Länder für den weiteren Fortgang des Projekts aus.

 

Das Deutsch-Polnische Geschichtsbuch geht auf eine gemeinsame Initiative des vormaligen Bundesaußenministers Steinmeier und seines polnischen Amtskollegen Sikorsky aus dem Jahre 2007 zurück. Eine binationale Arbeitsgruppe unter Mitwirkung des Georg-Eckert-Institutes für internationale Schulbuchforschung (GEI) sowie ausgewählter Historiker und Didaktiker beider Länder hat dafür ein fachwissenschaftliches und didaktisches Rahmenkonzept erarbeitet. Das mehrbändige Schulbuch zur europäischen Geschichte soll durch seine verschiedenartigen Blickwinkel auf historische Entwicklungen von besonderem Nutzen für künftige Schülergenerationen in beiden Staaten sein. Es deckt die Epochen Frühgeschichte, Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert bis heute ab.

"Auf diese Weise sollen bereits bei der jungen Generation die Grundlagen für vertrauensvolle und enge deutsch-polnische Beziehungen gelegt werden", betont Ties Rabe, Präsident der Kultusministerkonferenz.

Deutschland und Polen unterstreichen hiermit, die historisch-politischen Erfahrungen des jeweiligen Nachbarlandes in die schulische Vermittlung auch der eigenen Geschichte einfließen zu lassen und sich dabei über grundlegende Einsichten zu verständigen, die das kulturelle Gedächtnis sowie die weitere Aussöhnung in der nächsten Generation prägen sollen.

Quelle:bildungsblick.de/14.03.2012

 
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