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Völkerschlacht: Polnischer Schlamassel schwächt russische Reiterei Drucken E-Mail
In der viertägigen Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 wurde Napoleons Herrschaft über Europa gebrochen. Preußen, Russland, Österreich und Schweden lieferten dem Franzosen das bis dahin größte Gemetzel aller Zeiten. Mehr als eine halbe Million Soldaten wurde im Kampf Mann gegen Mann getötet oder verwundet. Fast alle Verwundeten starben den Typhus-Tod, weil die Leichen nicht schnell genug beerdigt werden konnten.
Eine Nachstellung des Schlachtengemetzels findet am diesem Wochenende statt. Und da geht den Organisatoren in der Nachstellung nicht ganz nach Plan, aber so ist das eben nach 200 Jahren.

Auf Napoleons Seite stand auch das von ihm protektionierte Herzogtum Warschau stellvertretend für das zuvor von den Preußen, Russen und  Österreichern (Habsburg) zerschlagene Polen.

Für die  Völkerschlacht-Nachstellung waren 300 Pferde in Polen zur kurzweiligen Mietung geordert, die (symbolisch) für den historischen Gegner Russland ins Schlachtengetümmel galoppieren sollen. Aber das, so zeigt sich den Organisatoren, klappt nicht, weil es heute EU-Vorschriften gibt: Für nur etwa jedes dritte Pferd lagen Impf- Nachweise  und sonstige Papiere vor. Deshalb können in der Schlachtenoper am Wochenende nur 100 Pferde aus polnischer Zucht für die russische Demo-Kavallerie Attacke reiten, obwohl das, wie gesagt,  der Historie gänzlich widerspricht.

Was lernen wir daraus?: In Brüssel wird die Geschichte paragraphisch definiert. Und wenn polnische Schlamperei hinzukommt, kommt es halt zu Schlachtengetümmeln, in denen der Gegner sich selbst bekämpft. Man kann aber durchaus davon ausgehen, dass die am Wochenende nachgespielte Völkerschlacht gegen Napoleon gewonnen wird.

ds/17.10.2013
 
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