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Schloß Pieskowa Skala nach Renovierung wiedereröfffnet Drucken E-Mail
   
Durch die Woiwodschaften Lodz, Schlesien und Kleinpolen erstreckt sich die  Krakau-Tschenstochauer Jura, ein von Kalksteinen geprägter Gebirgszug mit zahlreichen Tropfsteinhöhlen und imposanten Steilwänden, die mit einer Reihe von Burgen und Schlössern bebaut sind. Sie hatten die Funktion grenzsichernder Wehrburgen zum   Königreich Böhmen, das nach der Eroberung Schlesiens  den Zusammenhalt des Königreich Polen bedrohlich gefährdete. Heute als Adlerhorst-Burgen bekannt, kommunizierte das Burgen-Netzwerk mit Licht- und Rauchzeiten. Die imposanteste Wehrburg  ist Pieskowa Skala (dt.Peskenstein). 

Der Begriff nimmt Bezug auf den hundeförmigen Kalksteinfelsen, auf dessen Spitze die Burg im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Auftraggeber war König Kasimir III (der Große), und deshalb gestaltete sich bald die Wehrburg eher zu einem Schloßbau. Im 16. Jahrhundert fast zur Ruine verfallen, wurde erneut Hand angelegt und dem Zeitgeist entsprechend die Wehrburg mit einer Innenarchitektur im Renaissance-Stil ausgebaut. Es entstand  der Arkadenhof, der dem des des könglichen Wawel im Krakau ähnlich ist. Damit hatte Schloß-Status erreicht und mauserte sich fortan zu einem Kulturpalast erster Adresse der europäischen Geschichte. Dann, im 19. und 20. Jahrhundert wieder Stillstand. DieKunstschätze blieben zwar, doch das Gemäuer rundum zeigtigte Verfall, der einst prächtige Arkadenhof glich einem löchrig-baufälligen Wandelgang.

Nach fast zweijähriger Renvovierung und Restaurierung hat sich Pieskowa Skala in die Top-Liste der europäischen  Kultur-Tempel zurückgemeldet. Nota bene auch digital.

thenews.pl/culture.pl/Fotos:wikipedia/ds/01.05.2016
 
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