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Salzmine in Wieliczka meldet Besucherrekord Drucken E-Mail
Als der Ort Wieliczka nahe Krakau auf historischen Karten noch keine Erwähnung fand, malochten die Anwohner bereits unterirdisch und bauten Salz ab. Salz konserviert und würzt Lebensmittel. Es zählte im Mittelalter zu den besonders begehrten Waren und wurde über weite Strecken mühsam und teuer transportiert. Zwischen den großen Städten entstanden die ersten Fernstraßen, die bekannteste war die Seidenstraße, quasi die Luxusroute für höfische Begehrlichkeiten. Von ihr zweigte ein Netzwerk  mit Handelswegen ab – darunter die  Salzstraßen. Krakau konnte reichlich Salz aus dem benachbarten Wieliczka liefern. Das brachte der Stadt Reichtum, aber auch in Wieliczka lebte es sich überdurchschnittlich gut, denn eine Arbeit zu haben, wenngleich zum Hungerlohn, förderte die Seßhaftigkeit in einer Zeit tingelnder Tagelöhner.

Dieses Privileg dankten die Wieliczkaer dem Herrgott. Sie ließen die ausgehöhlten Salzminen nicht links liegen, sondern schmückten sie aus mit sakraler Hingebung tief in der Unterwelt. Pompös ausgestaltete Räume entstanden mit aus Salz geformten Altaren und Heiligenfiguren, fußballfelder große Hallen fürs Gebet und Festivitäten wie Hochzeiten, hoch genug für aus Salz  geformte Kerzenleuchter. Doch das interessierete niemand  mehr bis in die 1950er-Jahre – bis sich die  Unesco daran machte, auf historisches Weltkulturerbe aufmerksam zu machen, um sie zu erhalten. Seit 1978 steht die Wieliczka-Salzbergmine auf der Weltkulturerbe-Liste. Seitdem steigt die jährliche Besucherzahl. 2015 waren es 1.4 Millionen, Ende des Jahres 2016 dürften es 1.5 Millionen sein. Wieliczka sonnt sich in neuer Blüte, jetzt im Dienst der Tourismusbranche. Wir haben über Wieliczka bereits berichtet.

UNESCO list of World Heritage/ds/22.12.2016
 
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