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Deutsche in Polen sollen Vorbild für Koreaner in Japan werden Drucken E-Mail

Um die Situation der koreanischen Minderheit in ihrem Land zu verbessern, wollen sich japanische Forscher mit der Lage der Deutschen in Polen befassen. Zwischen Korea, China und Japan gebe es seit dem Zweiten Weltkrieg die gleichen Probleme wie zwischen Polen und Deutschland, sagte Professor Koji Kobayashi von der Universität Tokai am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings hätten Deutsche und Polen große Anstrengungen für den Frieden und die Versöhnung unternommen. Zusammen mit der Nichtregierungsorganisation Dom Wspolpracy Polsko-Niemieckiej ("Haus der polnisch-deutschen Zusammenarbeit") wollen die japanischen Forscher daher in den kommenden Wochen 500 Deutschstämmige in Polen befragen.

Angehörige der deutschen Minderheit seien zu Staatsbürgern des Nachbarlandes geworden und dürften daher an Wahlen teilnehmen, erläuterte Kobayashi einen entscheidenden Unterschied. Die etwa 700.000 Koreaner in Japan hätten kein solches Recht. Der Professor äußerte jedoch die Hoffnung, dass sich die Situation mit der neu gewählten Regierung in Tokio ändern werde. Die am vergangenen Sonntag abgewählten Liberaldemokraten (LDP), die das Land mehr als 50 Jahre fast ununterbrochen regierten, hätten nie über das Problem diskutieren wollen. Mit der Machtübernahme der Demokratischen Partei (DPJ) könne sich das ändern.

AFP/05.09.2009

 
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